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Dr. Bernhard Strehl hat doch nicht ganz so klare Beweise gegen den menschengemachten Klimawandel

In einer aktuellen Debatte rund um den Klimawandel hat Dr. Bernhard Strehl eine Position eingenommen, die auf den ersten Blick sowohl kritisch als auch technisch kompliziert erscheint. Er argumentiert, dass der Klimawandel kaum und unwesentlich durch menschliches Handeln beeinflusst wird, und bezieht sich dabei auf das Sättigungsverhalten von CO₂ in der Atmosphäre. Seine Thesen werfen Fragen auf, die nicht nur für Fachleute, sondern für uns alle von Bedeutung sind: Wie wirkt sich das Treibhausgas CO₂ auf unser Klima aus und ist die Eindämmung seines Ausstoßes wirklich nicht notwendig?1

Um diesen Argumenten auf den Grund zu gehen, ist es hilfreich, sich die wissenschaftlichen Fakten anzusehen. Kohlendioxid spielt zweifelsohne eine zentrale Rolle im Treibhauseffekt, indem es langwellige Strahlung absorbiert und ebenso wieder abstrahlt. Diese Absorptionsbanden sind teilweise gesättigt, allerdings sind es gerade die Flankenbereiche, die noch nicht gesättigt sind und bei einer Erhöhung der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre weiter zur Erwärmung beitragen.

Die Kritik an Dr. Strehls Thesen ist jedoch nicht unbegründet. Die Mehrheit der wissenschaftlichen Gemeinschaft ist sich einig, dass der menschengemachte Klimawandel eine reale und drängende Bedrohung darstellt.

Eine Studie, die dem deutschen Bundestag vom Wissenschaftlichen Dienst vorgelegt wurde, betont die wesentliche Rolle zusätzlicher CO₂-Emissionen für die Erderwärmung. Und hier liegt der Knackpunkt: Obwohl CO₂ nur einen Teil des natürlichen Treibhauseffekts ausmacht, trägt es signifikant zur anthropogenen – also von Menschen verursachten – Erwärmung bei. Interessanterweise nutzt Herr Strehl genau diese Studie um das Gegenteil zu behaupten, indem er interessante Teile daraus auslässt.2

Immerhin gibt es neben dieser Studie auch eine wissenschaftliche Publikation, die zeigt, dass 99% aller Klimastudien zu dem Ergebnis kommen, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Dies unterstreicht die Einigkeit in der Wissenschaftswelt.3

Als Fazit dieses spannenden und tiefgründigen Austausches mit den Aussagen von Herr Dr. Strehl, kann ich nur festhalten, dass die Argumente von ihm zwar eine interessante wissenschaftliche Diskussion anregen, jedoch durch eine breite Mehrheit von Klimastudien und Expertenmeinungen nicht gestützt werden. Der menschengemachte Klimawandel bleibt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und die Bewältigung dieser Krise wird weiterhin eine entschiedene und kollektive Anstrengung erfordern.

Bleiben Sie offen und informieren Sie sich unabhängig.


Patrick Flöß, 27.01.2024


  1. https://www.youtube.com/watch?v=Nzee9RPLeRE&t=1s&pp=ygUGc3Rlcmhs 

  2. https://www.bundestag.de/resource/blob/964612/9f601568762c4ad897d5697bda87f74c/WD-8-014-20-pdf-data.pdf 

  3. https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/ac2966